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Forschung Spurenstoffe
45. ESSENER TAGUNG für Wasser- und Abfallwirtschaft

Girls Day

Vom 14. bis 16. März 2012 fand zum 45. Mal die ESSENER TAGUNG für Wasser- und Abfallwirtschaft unter dem Motto „Wasserwirtschaft und Energiewende“ in der Messe Essen Ost statt.

Die Veranstaltung stieß mit 937 Teilnehmern und 47 Ausstellern auf großes Interesse und behandelte die folgenden Themenschwerpunkte:

  • Wasserwirtschaft und Energie
  • Carbon Footprint / Life Cycle Assessment
  • Abwasserreinigung und Energie
  • Abfall als Ressource
  • Biogas aus Abfall und tierischen Nebenprodukten
  • Nutzung und Rückgewinnung von Phosphor
  • Fracking
  • Anpassungsstrategien an den Klimawandel
  • Mischwasserbehandlung
  • Güteaspekte der Trinkwasserversorgung
  • Aspekte der Roh- und Trinkwassergüte
  • Strategien für Anlagen und Netze der Trinkwasserversorgung
  • Organisation und Management in der Trinkwasserversorgung
  • Einsatz von Aktivkohle bei der kommunalen Abwasserreinigung
  • Einsatz von Ozon
  • Ökologische Verträglichkeit der Wasserkraftnutzung
  • Wärmeentnahme aus Wasser
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10. Girls´ Day am ISA

Girls Day

Jubiläum auf der Soers: am 26. April nahm das ISA mit tatkräftiger Unterstützung des WVER zum 10. Mal am Girls´ Day teil. Der Workshop „Eintauchen in die Welt des Abwassers“ gab 10 Mädchen der 5. bis 7. Klasse Einblicke in Berufe, die typischerweise nicht zum Berufswahlspektrum von Frauen gehören.
Ein einleitender Film über die Abwassereinigung in einer Kläranlage sorgte für das nötige Grundlagenwissen für die anschließende Kläranlagenführung. Hier wurden vom Rechen bis zur Filteranlage alle Reinigungsschritte, die das Abwasser durchläuft, besichtigt und auch der Faulturm wurde bestiegen, was einen guten Überblick über die gesamte Anlage ermöglichte. Im Anschluss ordneten die Mädchen beim traditionellen Kläranlagenspiel Abwasserproben den verschiedenen Stationen im Verlauf des Klärprozesses zu, wobei sich zeigte, dass sie gut aufgepasst hatten. Die Beobachtung von Daphnien, Wasserlinsen und Grünalgen rundeten den Tag ab.
Verschiedene Berufe rund ums Abwasser wurden angesprochen und typische Tätigkeiten erklärt. Mit drei Ingenieurinnen, einer Laborantin, einer Chemikerin und einem Abwassermeister standen VertreterInnen verschiedener Berufsgruppen Rede und Antwort. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön!

 
Honorarprofessur für Herrn Dipl.-Ing. Bernd Wille

Seit 1993 hat Herr Prof. Wille einen Lehrauftrag inne. Die von ihm angebotenen Veranstaltungen sind in diversen Studiengängen angesiedelt. Über die Jahre veränderten sich die Themen seines Lehrauftrages: War zu Anfang „Aufgaben der kommunalen Abwasserentsorgung – ökologische und ökonomische Verantwortung“ das Thema, verlagerte sich der Schwerpunkt ab 1999 auf die Gewässergütebewirt¬schaftung. Darüber hinaus hält Herr Prof. Wille eine Vorlesung zur Organisation der Wasserwirtschaft. Seine Veranstaltungen gestaltet er mit hohem Engagement und genießt dabei das rege Interesse der Studierenden.

Herr Prof. Wille (63) studierte Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen. Nach Tätigkeiten in Ingenieurbüros und der Referendarzeit war er an der Unteren Wasserbehörde der Stadt Düsseldorf beschäftigt, deren Leiter er 1984 wurde. 1987 übernahm er die Leitung des Kanal- und Wasserbauamtes der Stadt Düsseldorf. Seit 1997 ist er alleiniger Vorstand des Wupperverbandes.
Seit vielen Jahren ist Herr Prof. Wille auch in verschiedenen Arbeitsgruppen der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) als aktives Mitglied engagiert und gestaltet die entscheidenden Regelwerke maßgeblich mit. Darüber hinaus prägt er die Arbeit des Landesverbandes NRW der DWA als dessen Vorsitzender entscheidend.

Das ISA gratuliert sehr herzlich!

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Sicheres Baden in der Ruhr – Vision oder Wunschdenken

Die Ruhr ist in den letzten Jahrzehnten immer sauberer geworden. Dennoch ist Baden wegen hygienischer Bedenken verboten. Welche Krankheitserreger der Badende erwarten muss und ob unter bestimmten Bedingungen sicheres Baden möglich ist, untersuchen das ISA, der Ruhrverband und das Wasserforschungsinstitut IWW mit 7 weiteren Partnern in einem dreijährigen Forschungsprojekt.

Die Ruhr mit ihrem Einzugsgebiet dient fast 5 Millionen Menschen als Naherholungsregion und liefert das Trinkwasser für den Ballungsraum Ruhrgebiet. Der erfolgreiche Gewässerschutz der letzten Jahrzehnte hat die Qualität des Ruhrwassers deutlich verbessert. Dank mehrfacher Barrieren in den Wasserwerken gegen Krankheitserreger und chemische Stoffspuren ist Trinkwasser aus der Ruhr einwandfrei und sicher.

In dem dreijährigen Verbundvorhaben, gefördert mit 3,1 Millionen Euro durch das Bundesforschungsministerium (BMBF) in der Forschungsinitiative zum „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa)“, arbeiten die Forscher im Austausch mit der Stadt Essen und dem Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen an der Möglichkeit zu einem umfassenden Risikomanagement der Badenutzung der Ruhr.

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SAUBER+ – Mehr als nur sauberes Wasser

Neues interdisziplinäres Projekt zur separaten Behandlung von Abwässern aus Einrichtungen des Gesundheitswesens

Es ist zu erwarten, dass der Arzneimittelverbrauch zunimmt, u.a. bedingt durch den demographischen Wandel. Dies führt zu einem Anstieg von Medikamentenrückständen in allen Abwasserströmen, insbesondere aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Ärztehäuser etc.. Sie gelangen daher zusehends in das Blickfeld der öffentlichen Wahrnehmung. Diese Abwässer enthalten zum einen pharmazeutische Wirkstoffe, die oft in konventionellen Kläranlagen nur unzureichend eliminiert werden und so im Wasserkreislauf verbleiben. Für viele solche Stoffe werden Wirkungen für Mensch und Umwelt vermutet bzw. wurden bereits nachgewiesen. Zum anderen sind im Abwasser aus Einrichtungen des Gesundheitswesens auch Krankheitserreger enthalten. Offene Fragen bestehen hinsichtlich der jeweiligen Wirkstoffmengen und der Interaktionen dieser Erreger mit den im Abwasser enthaltenen Medikamentenrückständen, der Bildung von multiresistenten Keimen und der Reinigungsmöglichkeiten der entsprechenden Abwässer.

Zur Untersuchung dieser Fragestellungen startete mit einer Auftaktveranstaltung am 17. Januar das Verbundprojekt „SAUBER+Innovative Konzepte und Technologien für die separate Behandlung von Abwasser aus Einrichtungen des Gesundheitswesens“. Das dreijährige Projekt unter der Leitung des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen University (Prof. Johannes Pinnekamp) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme "Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf“ mit ca. 3 Millionen Euro gefördert.

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Exkursion zur Bayer Pharma AG

Im Rahmen der vom ISA veranstalteten Vorlesung Industrieabwasserbehandlung fand im Januar eine Exkursion zur Bayer Pharma AG in Bergkamen statt.
An diesem Standort werden von Bayer Steroide und Röntgenkontrastmittel produziert, wobei das dabei eingesetzte Wasser einer besonderen Behandlung bedarf.
So wurde der Besuchergruppe produktionsintegrierter Umweltschutz in Form einer Prozesswasseraufbereitungsanlage gezeigt. Mit Strippern, Extraktions- und Rektifikationskolonnen kommen dabei thermische Verfahren zur Abwasserbehandlung zum Einsatz, die in der kommunalen Abwasserreinigung kaum zu finden sind.
Auf vertrauteres Gebiet begaben sich die Besucher bei der daran angeschlossenen zentralen Abwasserbehandlungsanlage. In diese leiten alle Betriebe des Chemparks Bergkamen ihr vorgereinigtes Abwasser ein, welches dann durch den Einsatz von Membranbioreaktoren abschließend gereinigt wird.
Insgesamt haben wir einen schönen und sehr interessanten Einblick in die Behandlung von Abwasser der Chemieindustrie bekommen und daher geht unser herzliches Dankeschön an die Bayer Pharma AG.


Weitere Informationen über den Besuch können der Pressemitteilung von Bayer entnommen werden: www.presse.bayer.de

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