Aktuelle Tagungen
14. bis 16. März 2012: 45. ESSENER TAGUNG für Wasser- und Abfallwirtschaft
16. und 17. Oktober 2012: 13. Kölner Kanal und Kläranlagen Kolloquium
29. November 2012: 25. Aachener Kolloquium Abfallwirtschaft
 
 
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Make your career with water

Forschung Spurenstoffe

SAUBER+ – Mehr als nur sauberes Wasser

Neues interdisziplinäres Projekt zur separaten Behandlung von Abwässern aus Einrichtungen des Gesundheitswesens

Es ist zu erwarten, dass der Arzneimittelverbrauch zunimmt, u.a. bedingt durch den demographischen Wandel. Dies führt zu einem Anstieg von Medikamentenrückständen in allen Abwasserströmen, insbesondere aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Ärztehäuser etc.. Sie gelangen daher zusehends in das Blickfeld der öffentlichen Wahrnehmung. Diese Abwässer enthalten zum einen pharmazeutische Wirkstoffe, die oft in konventionellen Kläranlagen nur unzureichend eliminiert werden und so im Wasserkreislauf verbleiben. Für viele solche Stoffe werden Wirkungen für Mensch und Umwelt vermutet bzw. wurden bereits nachgewiesen. Zum anderen sind im Abwasser aus Einrichtungen des Gesundheitswesens auch Krankheitserreger enthalten. Offene Fragen bestehen hinsichtlich der jeweiligen Wirkstoffmengen und der Interaktionen dieser Erreger mit den im Abwasser enthaltenen Medikamentenrückständen, der Bildung von multiresistenten Keimen und der Reinigungsmöglichkeiten der entsprechenden Abwässer.

Zur Untersuchung dieser Fragestellungen startete mit einer Auftaktveranstaltung am 17. Januar das Verbundprojekt „SAUBER+Innovative Konzepte und Technologien für die separate Behandlung von Abwasser aus Einrichtungen des Gesundheitswesens“. Das dreijährige Projekt unter der Leitung des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen University (Prof. Johannes Pinnekamp) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme "Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf“ mit ca. 3 Millionen Euro gefördert.

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Exkursion zur Bayer Pharma AG

Im Rahmen der vom ISA veranstalteten Vorlesung Industrieabwasserbehandlung fand im Januar eine Exkursion zur Bayer Pharma AG in Bergkamen statt.
An diesem Standort werden von Bayer Steroide und Röntgenkontrastmittel produziert, wobei das dabei eingesetzte Wasser einer besonderen Behandlung bedarf.
So wurde der Besuchergruppe produktionsintegrierter Umweltschutz in Form einer Prozesswasseraufbereitungsanlage gezeigt. Mit Strippern, Extraktions- und Rektifikationskolonnen kommen dabei thermische Verfahren zur Abwasserbehandlung zum Einsatz, die in der kommunalen Abwasserreinigung kaum zu finden sind.
Auf vertrauteres Gebiet begaben sich die Besucher bei der daran angeschlossenen zentralen Abwasserbehandlungsanlage. In diese leiten alle Betriebe des Chemparks Bergkamen ihr vorgereinigtes Abwasser ein, welches dann durch den Einsatz von Membranbioreaktoren abschließend gereinigt wird.
Insgesamt haben wir einen schönen und sehr interessanten Einblick in die Behandlung von Abwasser der Chemieindustrie bekommen und daher geht unser herzliches Dankeschön an die Bayer Pharma AG.


Weitere Informationen über den Besuch können der Pressemitteilung von Bayer entnommen werden: www.presse.bayer.de

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Ankündigung:

45. ESSENER TAGUNG für Wasser- und Abfallwirtschaft mit dem Schwerpunkt “Wasserwirtschaft und Energiewende“ vom 14. bis 16. März 2012 in der Messe Essen

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 11. März 2011 um 14.46 Ortszeit erschütterte ein starkes Erdbeben die japanische Küstenregion. Es verursachte einen Tsunami von bis zu 23 Metern Höhe, der etwa eine Stunde später auf die japanische Ostküste traf und verheerende Schäden anrichtete. Unter anderem wurden vier der sechs Reaktorblöcke des Atomkraftwerkes Fukushima zerstört. Die Folge dieser Katastrophe war eine vollkommene Kehrtwende in der deutschen Energiepolitik. Nur wenige Tage später hat die Bundesregierung ein Moratorium verkündet und die 7 ältesten deutschen Atomkraftwerke zunächst für drei Monate stillgelegt. Auf der Basis der Ergebnisse einer eilig einberufenen Ethik-Kommission hat das Bundeskabinett am 6. Juni 2011 den Ausstieg aus der Nutzung der Atomkraft und den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen.

Diese „Energiewende“ verändert die deutsche Umweltpolitik und hat gravierenden Einfluss auch auf die Wasserwirtschaft. Die diesjährige ESSENER TAGUNG wird diese Einflüsse aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Es wird z.B. diskutiert, inwieweit die Wasserkraft einen zusätzlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten kann und wie dieser ökologischer verträglich ausgestaltet werden kann oder ob mit der Gewinnung von unkonventionellem Erdgas, dem sog. Fracking, unvertretbare Risiken für das Grundwasser verbunden sind. Aber auch die klassischen Themen der ESSENER TAGUNG aus den Bereichen der Abfallwirtschaft und der Siedlungswasserwirtschaft kommen nicht zu kurz.

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24. Aachener Kolloquium Abfallwirtschaft am 24. November 2011 in Aachen

Das diesjährige Aachener Kolloquium Abfallwirtschaft fand am 24. November 2011 zu dem Schwerpunktthema

„Beitrag der Abfallwirtschaft zur umweltverträglichen Deckung
des Rohstoffbedarfes der Bauwirtschaft“

in Aachen statt.

Experten aus der Entsorgungswirtschaft, der Bauwirtschaft, aus Wissenschaft und Verwaltung stellten besonders interessante und brisante Aspekte der umweltverträglichen Deckung des Rohstoffbedarfs der Bauwirtschaft in Deutschland vor.

Einem Teilnehmerkreis von rund 130 Personen konnte das Kolloquium im Forum M als Plattform zum vertieften Erfahrungsaustausch dienen.

Die Tagungsbeiträge wurden in der Reihe „Abfall-Recycling-Altlasten“, Band 37,
24. Aachener Kolloquium Abfallwirtschaft 2011, ISBN Nr. 978-3-938996-94-2 veröffentlicht und sind zu beziehen über die:

Gesellschaft zur Förderung
der Siedlungswasserwirtschaft
an der RWTH Aachen e. V.
52056 Aachen
Fax: 0241 / 80-222-85
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An dieser Stelle noch einige Fotos der Veranstaltung:
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German-Japanese Symposium for Waste Water Treatment

The scope of the symposium was to celebrate the 30th anniversary of the cooperation between the Japan Sewage Works Agency (JS) with the Institute for Environmental Engineering of RWTH Aachen University (ISA) and to discuss emerging technologies in the field of wastewater treatment and their chances within emerging markets.

The topics which were discussed included:

  • new environmental standards and the fate of micro pollutants,
  • the need to improve the energy efficiency of waste water treatment as well as
    the recovery of nutrients and the production of biogas.
  • A special and stunning view was given to the consequences of the tsunami in Japan and the efforts to recover wastewater treatment facilities.

The cooperation between JS and ISA enables research engineers of both sides to be exchanged. During this time the engineer not only is able to learn about the actual status of sewage- and sludge treatment, different kind of water management methods but also to improve the understanding of the different culture and the alternate way of everyday life. This symposium, also beeing part of the festivity to celebrate 150 years of friendship between Japan and Germany, therefore formed part of the successfull and fruitfull cooperation between these countries in the field of wastewater treatment.

 
YOUNG TECHNOLOGY LEADERS BESUCHEN DAS ISA

Internationale wissenschaftliche Kooperationen und Austauschprogramme sind fester Bestandteil der Aktivitäten des ISA, und so haben wir gerne eine Besuchergruppe von jungen Wasserwirtschaftsexperten aus den USA empfangen. Die 12 Delegationsteilnehmer sind Masterstudenten oder Doktorranden, Mitarbeiter in Ingenieurbüros oder der Industrie sowie Vertreter der Environmental Protection Agency (EPA).

Organisiert wurde der Aufenthalt von der German American Chamber of Commerce, Chicago. Im Rahmen der einwöchigen Rundreise erhalten die Teilnehmer, die ein aufwändiges Auswahlverfahren durchlaufen hatten, einen umfassenden Überblick über die deutsche Wasserwirtschaft. Neben dem Besuch von innovativen kommunalen und industriellen Abwasserreinigungs- und Schlammbehandlungsanlagen sowie dem Kontakt mit Politikern und Entscheidungsträgern im Wasserbereich stand auch der Einblick in die Gewässerschutzziele der EU auf dem umfangreichen Programm. Als „R&D hotspot“ wurde am 31. Oktober das ISA der RWTH Aachen besucht. Anhand von Impulsvorträgen wurden mit den Teilnehmern zentrale Forschungsthemen wie „Spurenstoffelimination“, „Phosphorrückgewinnung“ sowie „Anpassung der Infrastruktur der Siedlungsentwässerung an die Auswirkungen des Klimawandels“ diskutiert. Auch ohne Halloween-Kostüme klang der Abend in lockerer Runde bei fachlichem und allgemeinem Austausch aus.

Nachberichterstattung der German American Chamber of Commerce:
http://www.transatlanticprogram.org/tap-ytl/2011-tap-ytl-water-management/

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