MiKaMi – Eintrag von Mikrokunststoffen aus abwassertechnischen Anlagen, Kläranlagen und Mischwasserbehandlungsanlagen

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Volker Linnemann

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Als Mikrokunststoffe werden Kunststoffteile kleiner 5 mm bezeichnet. Diese werden in Form von Partikeln, Fasern, Mikrobeads oder Pellets ubiquitär in der Umwelt nachgewiesen und sind mit potentiellen Gefahren für die Ökosysteme verbunden. Bis heute sind aber weder die exakten Mikroplastik-Konzentrationen in den verschiedenen Ökosystemen noch deren genaue Eintragsquellen und -wege bekannt.

Durch den weit verbreiteten Einsatz von Kunststoffprodukten in Haushalt, Kleidung, Kosmetika und Kunststoffabrieb stellen häusliche Abwässer eine potenzielle Quelle für den Eintrag von Mikrokunststoffen in die aquatische Umwelt dar. Hinsichtlich des Eintragspotenzials von Mikrokunststoffen aus abwassertechnischen Anlagen - Kläranlagen und Mischwasserbehandlungsanlagen, besteht jedoch noch erheblicher Forschungsbedarf.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens „MiKaMi - Eintrag von Mikrokunststoffen aus abwassertechnischen Anlagen – Kläranlagen und Mischwasserbehandlungsanlagen" soll deswegen das Eintragspotenzial von Mikrokunststoffen aus abwassertechnischen Anlagen untersucht werden. Hierzu werden drei Kläranlagen mit unter-schiedlichen Ausbaugrößen und Reinigungstechnologien sowie eine Mischwasserbe-handlungsanlage untersucht.

Auf Basis der Untersuchungen werden weitergehende Erkenntnisse über die Mikrokunststoff-Konzentration im Zulauf von Kläranlagen und über das Rückhaltevermögen von Mikrokunststoffen in den einzelnen Reinigungsstufen der konventionellen Abwasserreinigung gewonnen. Zudem wird das Eintragspotenzial von Mikrokunststoffen in Gewässer von Kläranlagenabläufen mit dem Potenzial von Mischwassereinleitungen verglichen. Hierzu werden auch Probenahmetechniken und Untersuchungsmethoden aus anderen Untersuchungsprogrammen berücksichtigt und gegebenenfalls für Nordrhein-Westfalen harmonisiert.

 

Informationen zum Forschungsvorhaben MiKaMi

Fördermittelgeber

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

Laufzeit

Februar 2016 bis Januar 2018

Projektbearbeiter

Vanessa Spelthahn, M. Sc.
Dr. agr. Dipl. Chem. Volker Linnemann