MBR-Aktiv – Bewertung und Optimierung des Betriebs von Membranbioreaktoren bei simultaner Pulveraktivkohle-Zugabe

 

Im Vorhaben MBR-AKTIV wird die simultane Zugabe pulverisierter Aktivkohle, kurz PAK, in die Membranbioreaktoren, kurz MBR, des Gruppenklärwerks Nordkanal des Erftverbandes in Kaarst untersucht. Die Membrantechnik bietet den Vorteil des vollständigen Rückhalts der Aktivkohle in der Kläranlage.

Anhand von zwei parallel betriebenen Membranbioreaktoren, Versuchs- und Referenz-MBR, können die Auswirkungen der Aktivkohle auf die Membranbelebung und deren Reinigungsleistung bilanziert werden.

Neben dem vertiefenden Nachweis der generellen Eignung des Verfahrens PAK-MBR zur Elimination organischer Spurenstoffe und der Verbesserung der Ablaufqualität stehen vor allem die veränderten Eigenschaften des belebten Schlammes hinsichtlich seiner Filtrierbarkeit und seiner Entwässerungseigenschaften im Vordergrund. Durch Verwendung groß- und halbtechnischer Methoden zur Schlammeindickung und -entwässerung wird ein Vergleich des Verhaltens von belebten Schlämmen mit und ohne PAK in den gängigen Aggregaten möglich.

Verlässliche Aussagen zum Betriebsaufwand und zu den Kosten der PAK-Dosierung können ebenfalls durch den großtechnischen Maßstab getroffen werden. Diese werden in einer allgemeinen Betriebsanweisung für Betreiber zusammengefasst.

Am Ende des Projektes steht eine eingehende und umfassende Bewertung des Verfahrens PAK-MBR und eine Abschätzung des Einsatzpotenzials in Nordrhein-Westfalen als Grundlage für Entscheidungsprozesse kommunaler Abwasserentsorger in Bezug auf die vierte Reinigungsstufe zur Verfügung.

 

Informationen zum Forschungsvorhaben MBR-Aktiv

Fördermittelgeber

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Laufzeit

Mai 2018 bis February 2020

Projektbearbeiter

Dipl.-Ing. Daniel Bastian

Projektpartner

Erftverband, Bergheim
SUEZ WTS Germany GmbH, Ratingen