Institut für Siedlungswasserwirtschaft
der RWTH Aachen

Bewertung und Optimierung des Betriebs von Membranbioreaktoren bei simultaner Pulveraktivkohle-Zugabe (MBR-AKTIV)

Im Vorhaben MBR-AKTIV wird die simultane Zugabe pulverisierter Aktivkohle (PAK) in die Membranbioreaktoren (MBR) des Gruppenklärwerks Nordkanal des Erftverbandes in Kaarst untersucht. Die Membrantechnik bietet den Vorteil des vollständigen Rückhalts der Aktivkohle in der Kläranlage.

Anhand von zwei parallel betriebenen MBR (Versuchs- und Referenz-MBR) können die Auswirkungen der Aktivkohle auf die Membranbelebung und deren Reinigungsleistung bilanziert werden.

Neben dem vertiefenden Nachweis der generellen Eignung des Verfahrens PAK-MBR zur Elimination organischer Spurenstoffe und der Verbesserung der Ablaufqualität stehen vor allem die veränderten Eigenschaften des belebten Schlammes hinsichtlich seiner Filtrierbarkeit und seiner Entwässerungseigenschaften im Vordergrund. Durch Verwendung groß- und halbtechnischer Methoden zur Schlammeindickung und -entwässerung wird ein Vergleich des Verhaltens von belebten Schlämmen mit und ohne PAK in den gängigen Aggregaten möglich.

Verlässliche Aussagen zum Betriebsaufwand und zu den Kosten der PAK-Dosierung können ebenfalls durch den großtechnischen Maßstab getroffen werden. Diese werden in einer allgemeinen Betriebsanweisung für Betreiber zusammengefasst.

Am Ende des Projektes steht eine eingehende und umfassende Bewertung des Verfahrens PAK-MBR und eine Abschätzung des Einsatzpotenzials in NRW als Grundlage für Entscheidungsprozesse kommunaler Abwasserentsorger in Bezug auf die vierte Reinigungsstufe zur Verfügung.

Informationen zum Forschungsvorhaben

Fördermittelgeber
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit
01.05.2018 – 28.02.2020
Projektbearbeiter
Dipl.-Ing. Daniel Bastian
Projektpartner
Erftverband, Bergheim
SUEZ WTS Germany GmbH, Ratingen
Projektdatenblatt zum Forschungsvorhaben "MBR-AKTIV"